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Pflege


Pflegeunterstützungsgeld bei kurzzeitiger Arbeitsfreistellung

Dass Arbeitnehmer im Fall des unerwarteten akuten Pflegebedarfs eines nahen Angehörigen bei ihrem Arbeitgeber einen bis zu 10-tägigen Freistellungsanspruch haben, ist vielen bereits bekannt. Diese Regelung existiert bereits seit 2008.

Neu ist hingegen, dass die Arbeitnehmer seit dem 01.01.2015 zusätzlich ein auf bis zu zehn Tage begrenztes Pflegeunterstützungsgeld als Lohnersatzleistung bei der Pflegekasse des zu pflegenden Angehörigen beantragen können.

 

Dieser Anspruch greift allerdings nur, wenn für diesen Fall gegenüber dem Arbeitgeber kein Entgeltfortzahlungsanspruch besteht.

Die Höhe des Pflegeunterstützungsgeldes berechnet sich nach den für die Berechnung des Kinderkrankengeldes geltenden Vorschriften.

Der kurzzeitige Freistellungsanspruch ist gegenüber allen Arbeitgebern gültig, unabhängig von der Beschäftigungszahl. Er bedarf ferner keiner Ankündigungsfrist, muss dem Arbeitgeber bei Auftreten der akuten Pflegesituation jedoch unverzüglich mitgeteilt werden.

Die Begrifflichkeit des nahen Angehörigen umfasst:

 

Großeltern, Eltern, Schwiegereltern, Stiefeltern, Ehegattinnen und Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner, Partnerinnen und Partner in ehe- oder Lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaften, Geschwister, Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder, Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder der Ehegattin oder Lebenspartnerin bzw. des Ehegatten oder Lebenspartners, Schwiegerkinder und Enkelkinder, Schwägerinnen und Schwäger.

 

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